Biologische Schädlingsbekämpfung
Wer jemals unter Lebensmittelmotten den bekannten Kleidermotten gellitten hat, der weiß dass diesen Schädlingen ist nur schwer beizukommen ist. Wer es dennoch möchte, der muss auf chemische Mittel zurückgreifen oder sich dem tierischen und vollkommen ökologischem Helfer bedienen. Die Schlupfwespen sind natürliche Feinde der Motten und bekämpfen diese auf einzigartige Art und Weise.
Die Schlupfwespen (lat. Ichneumonidae) sind eine weit verbreitete Wespenspezies in Nordeuropa. Sie sind in freier Wildbahn zu finden, werden aber auch für die Schädlingsbekämpfung gegen Motten und andere Tiere eingesetzt.
Schlupfwespen sind Parasiten und parasitären vor allen Dingen Schmetterlinge, Pflanzenwespen, Käfer und einige Arten auch Spinnen. Jedoch besonders häufig werden sie zur Bekämpfung von Motten eingesetzt. Sie legen Ihre eigenen Eier in die Eier ihrer Wirte. Sie suchen gezielt nach den Eiern der Lebensmittel- oder Kleidermotten und befallen diese. Dadurch werden die unerwünschten Lebewesen gezielt bekämpft, denn sie können sich nicht mehr ungehindert vermehren.
Im Gegensatz zu vielen chemischen Mitteln werden durch den Einsatz der Schlupfwespen die Anwohner im befallenen Gebiet nicht belastet. Zudem ist die Vernichtung der Schädlinge nachhaltiger, denn die Larve ernährt sich vom Ei der Motte, sodass nicht eine weitere Motte, sondern eine neue Schlupfwespe schlüpft, die wiederum zur Schädlingsbekämpfung beträgt.
Man muss den Haushalt so lange von den Schlupfwespen abgrasen lassen, bis alle Wachstumszyklen der Motte durchlaufen sind, denn nicht alle Motten sind zum Zeitpunkt des Einsatzes im Stadium eines Ei. Erfolgt dies, ist das Mottenproblem nachhaltig beseitigt.
Wie man sieht sind Schlupfwespen eine einzigartige und clevere Methode zur Schädlingsbekämpfung, die vor allem empfehlenswert ist, weil sie ohne Schadstoffe wirkt und von selbst funktioniert. Man lässt einfach der Natur seinen Lauf und wird das lästige Ungeziefer los.

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